grunder perren I Kunst- und Kulturraum, Galerie Adligenswil, Luzern, Dimitri

Christa Lienhard, Werner Hartmann – Gib mir ein Zeichen

14. April 2016 bis 28. Mai 2016


Rätselhafte Zeichen, schimmernde Silhouetten: Die Welt ist voller Zeichen. Sie zu erfassen gelingt dem Zuger Künstler Werner Hartmann genauso wie der Plastikerin Christa Lienhard, die in ihren oszillierenden, ästhetisch formvollendeten Drahtgeflechten so viel Menschliches einarbeitet.

Werner Hartmann (1945 – 1993) ist ein Gesamtkunstwerk. Viele sahen ihn als Unikum, das zufällig Kunst macht. Kunst allerdings, die Bestand und Tiefe hat. Während seiner Aufenthalte in Ägypten, Brasilien, New York, Genua, auf der Osterinsel sowie in seinem Zürcher Atelier hat der Künstler alte Schriften studiert – hebräische wie auch Symbole der Indianer – und daraus eine eigene Bildersprache komponiert. Er beschriftete mit seinen Hieroglyphen Knochen, Schwemmholz, Glace-Stängeli, Leinen, überhaupt alles, was ihm in die Finger kam. Wir können die Geschichten hinter den Zeichen nur erahnen, als Ganzes spiegeln sie seine Gedanken und Gefühle.

Maschendraht und Gefühle? Geht nicht? Und wie das geht! So provozierend das Material, so versöhnlich die sinnlichen Figuren, die Christa Lienhard (1959) damit schafft. Die Ipsacherin kreiert Silhouetten von dynamischer Leichtigkeit. Die Plastiken korrespondieren im Garten wie auf dem Balkon oder in den Innenräumen mit ihrer Umgebung. Lebendig, mystisch und je nach Blickwinkel beinahe transparent.

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